Von Glücksvorsorge, Konsumbewusstsein und verstecktem Vollkorn – mein (drei)- Wochenglück-Rückblick (01/02/20)

Ich freue mich auf tolle Treffen mit tollen Leuten – jetzt aber erst mal der Rückblick!

Glücksvorsorge

Ich halte mich für lässig diszipliniert. Weiß aber auch, dass ich mir gerne zu viel vornehme!! Wie bereits geschrieben bin ich seit langem sehr inspiriert vom Wochenglück-Rückblick von Denise aka Fräulein Ordnung. Sie schafft es wöchentlich einen Rückblick online zu stellen. Zwar nehme ich mir immer wieder die Zeit zum Innnehalten und schauen, was mich in den vergangenen Tagen „glücklich“ gemacht hat, aber das dann auch noch so regelmäßig zu „verbloggen“ werde ich wohl nicht schaffen.

Nichts desto weniger finde ich die Idee nach wie vor super und werde also in unregelmäßiger Folge auch hier meinen ganz persönlichen Wochenglück-Rückblick machen.

Da ich zwar einen guten Blick für die spontanen Glücksmomente im Alltag habe, aber beim aktiven Herbeiführen solcher Momente definitiv noch Raum nach oben ist, macht es das Schreiben darüber für mich selbst „verbindlicher“. Ich sorge aktiver für meine eigenen Glücksmomente!

Mit dem Rad zur Arbeit fahren

Schön, wenn ich rechtzeitig losfahre und diesen Anblick genießen kann!

Mein Weg zur Arbeit ist nicht weit und der meiste Teil des Weges führt zudem noch durch die Natur. Warum sollte ich also mit dem Auto zur Arbeit fahren? Tja, weil der innere Schweinehund halt lieber Auto fährt. Und dafür hat er (oder sie?) auch ganz wunderbare und einleuchtende Argumente parat. Stichworte sind beispielsweise Müdigkeit, die übervolle Arbeitstasche, anschließende Termine, der Großeinkauf der direkt nach der Arbeit erledigt werden soll…

Nicht dazu gehören Außentermine oder die Sprechstunde im Nachbarort, obwohl auch die mitunter durchaus mit dem Rad zu bewältigen wären.

Ich bin so dankbar an diesem Ort leben zu dürfen!

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe es irgendwann einfach gemacht und ich habe mich verliebt!!!

In die Ruhe am frühen Morgen, die frische, klare Luft, den Blick in die frostige Landschaft…

In der vorletzten Woche bin ich an 4 Tagen mit dem Rad zur Arbeit gefahren und immer wieder bot sich mir ein anderes Bild.

In dieser Woche war es leider nur ein Tag. Aber ich bin stolz auf mich. Denn so habe ich den Weg zur Arbeit mal nicht effektiv (z.B. mit Podcast hören) sondern intensiv gestaltet.

Den Weg zur Arbeit bewusst geniessen! Der Weg ist das Ziel – ankommen bei mir!!!

Frühstücksknödel

Eine köstliche Alternative zum Vollkormbrot!

Ich sage manchmal im Scherz, dass ich in einem früheren Leben sicher 12 Kinder hatte, so große Mengen wie ich koche. Das hat sich zum Glück geändert und ich muss nicht mehr so viel einfrieren oder im schlimmsten Fall sogar wegschmeißen (was wir eigentlich inzwischen fast gar nicht mehr tun).

Lebensmittelverschwendung zu reduzieren ist seit längerem eines meiner Vorhaben. Und es gibt Bereiche, in denen mir das ganz wunderbar gelingt. Nicht aber bei Brot!!!

Immer wieder haben wir Brotreste, die ich nicht mehr einfrieren kann. Und während ich aus den Brötchenresten Semmelknödel mache, die in verschiedensten Kombinationen sooooo gut schmecken, hatte ich bisher für die Brotreste noch kein zufriedenstellendes Rezept gefunden. Bis jetzt!!!

Ganz spontan habe ich es einfach versucht: ich habe Vollkornbrot zerpflückt und mit heißer Pfanzenmilch begossen, ziehen lassen und mit Ahornsirup gesüßt. Das ganze habe ich dann mit Mehl verknetet und zu kleinen Knödeln geformt, die ich in Mehl gewälzt habe und kurz in sprudelndem Wasser gekocht habe.

Zuerst habe ich einen Versuch in einer kleinen Schale gestartet…
…da der Testknödel überzeugte, habe ich mehr produziert.

Über Nacht lagen sie brav nebeneinander auf einem Teller im Kühlschrank und wurden am nächsten Morgen in Margarine gebraten und sofort mit Ahornsirup beträufelt und mit Zimt bestäubt. Und was soll ich sagen, sie schmeckten auch den Familienmitgliedern, die sonst mit Vollkornbrot nicht so hinter dem Ofen wegzulocken sind!!!

Sehr praktisch war auch, dass ich mir ganz schnell einige einpacken konnte, für die Frühstückspause bei der Arbeit!

Docs

„Ich schlafe auf der Straße oder in einer Wellblechhütte! Ich arbeite in einer Textilfabrik für ca. 17 Cent in der Stunde an 6-7 Tagen in der Woche! Ich habe Hautverletzungen und -verätzungen! Meine Kinder arbeiten auch dort oder leben weit entfernt in meinem Heimatdorf. Vielleicht sind sie auch ums Leben gekommen bei der letzten Überflutung? Ich habe eine durchschnittliche Lebenserwartung von 50 Jahren!“

Das waren meine Gedanken nachdem ich am 17.03.2018 im ZDF in der Mediathek eine Doku gesehen hatte, die „Gesichter der Armut“ hieß und sich mit den Produktionsbedingungen der Textilindustrie beschäftigte. Ich war so erschüttert, dass ich mich in das Leben der Arbeiter*innen hineinversetzte.

Diese Dokumentation hat mein Konsumverhalten drastisch verändert!

Ich wollte das nicht länger unterstützen!!!

Inzwischen versuche ich nun seit fast 2 Jahren meinen Kleiderschrank menschenwürdiger, fairer und auch nachhaltiger zu gestalten. Das bedeutet ganz praktisch, noch länger zu überlegen, bevor ich mit ein neues Stück kaufe. Und zuerst im kleinen Second-Hand Geschäft vor Ort zu stöbern. Wenn ich dort nicht fündig werde, fahre ich nach Gütersloh zu Maas Naturwaren (nein, das ist jetzt keine Werbung) und schaue, ob da was passendes dabei ist. Dieser Prozess alleine kann sich schon mal mehrere Wochen hinziehen. Online Shoppen ist auch nicht wirklich eine Alternative, denn es gibt so viel interessantere Dinge zu tun!

So kam es also, dass meine schwarzen Boots anfingen sich aufzulösen und dringend Ersatz her musste. Da ein weiteres Kriterium vegan produzierte Kleidung ist und weil ich Boots mag, kam die Idee auf mal zu schauen, was es bei Doc Martens so gibt. Ich hatte da eine gewisse Vorstellung, weil ich bereits auf einigen Blogs coole Leute mit veganen Docs gesehen hatte. Ich glaube es war hauptsächlich Glücksplanet.

In dieser Woche sind sie also angekommen (ja, online bestellt), meine veganen Docs.

Mein zweites Paar vegan produzierte Schuhe – ich freue mich!!

Und ich muss schon sagen, ich bin begeistert!! Ich hätte nicht gedacht, dass sie so angenehm zu tragen sind. Ich hatte gedacht, dass ich sie erst ein halbes Jahr einlaufen müsste!

So unversehrt werden sie wohl nie wieder aussehen!

Ich freue mich, zu schauen zu welchen Klamotten sie gut passen.

Ja, ich freue mich über diese Schuhe und dieser Kauf macht mir einmal mehr bewusst, dass ich unendlich dankbar dafür bin, in einem Land wie Deutschland geboren worden zu sein!

Keine Bilder habe ich von unserer Ausmistaktion, die ja ein fortlaufender Prozeß ist, der wahrscheinlich erst kurz vor den Osterferien abgeschlossen sein wird, wenn wir im Haus untereinander Zimmer tauschen werden.

Fotos werde ich aber von nun an regelmäßg machen, alleine damit ich Fortschritte erkennen kann und weil ich Vorher-Nachher Fotos liebe!

Die kommende Woche wird arbeitsreich aber vorher freue ich mich auf eine sehr nette Verabredung mit inspirierenden und unterstützenden Menschen im Cafe und in Kürze auf ein Wochenende an der Ostsee mit zwei unfassbar tollen und bewundernswerten Freundinnen!

Liebe Grüße,

Iris

2 Kommentare

    • Iris Schultz

      Februar 26, 2020 at 9:11 pm

      Hallo liebe Denise!

      Ich bin auch absolut verliebt und trage derzeit fast keine anderen Schuhe mehr!

      Liebe Grüße, Iris

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