Vegane Berliner – Himmlisch fluffig

Fluffige Berliner mit einem Glas Hafermilch!!! Mhhh!!!

Ich ernähre mich seit einigen Jahren zu ca. 97% vegan und es geht mir nicht nur ganz wunderbar damit sondern ich fühle mich auch körperlich viel besser.

Hin und wieder mache ich jedoch eine vegetarische Ausnahme. So zum Beispiel bei Berlinern. Ich liiiiieeeebe Berliner!!!

Bisher habe ich noch keine veganen Berliner in meiner Stadt gefunden und habe daher kaum noch Berliner gegessen. Was mir wirklich schwer fällt. Hauptsächlich eigentlich zu Sylvester oder an Karneval.

Ich habe mich dann an Rezepten versucht, die ich online gefunden habe und war leider immer wieder nur mäßig begeistert.

Um mein Problem zu beenden bin ich dann strukturierter vorgegangen und habe mich daran gemacht, mein eigenes Berlinerrezept zu entwickeln.

Gemeinsam mit einer meiner Töchter habe ich überlegt und ausprobiert und meine Familie hat getestet. Und ich finde, es hat geklappt!

Wir haben ein Rezept für wunderbar fluffige Berliner entwickelt!!!

Ich bin so happy!!! Endlich noch weniger Ausnahmen!!!!

Dieses Rezept möchte ich nun hier teilen, in der Hoffnung, dass andere davon profitieren können.

Rezept für 12 Berliner

Unsere vorbereiteten Zutaten!

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Type 405
  • 100g vegane „Butter“ oder Margarine
  • 150 ml Pflanzenmilch (z.B. Hafermilch)
  • 150 ml sprudeliges Mineralwasser
  • 7 g Trockenhefe
  • 1 gehäufter TL Backpulver oder 1TL geschrotete Leinsamen (in Wasser eingeweicht)
  • 50 g Zucker oder Rohrohrzucker
  • Sonnenblumenöl zum kurzen Frittieren der Berliner nach dem Backen
  • etwas Margarine zu Bestreichen der fertigen Berliner und
  • etwas Puderzucker mit dem die Berliner nach dem Bestreichen mit Margarine bestäubt werden

Vorbereitung

Nachdem alle Zutaten zusammengesucht sind, wird die Milch erwärmt. Dann werden der Zucker und die Hefe hineingegeben und das Ganze wird für mindestens 10 Minuten sich selbst überlassen.

Teigerstellung und Bearbeitung

Das Mehl wird mit dem Backpulver verrührt und dann wird das Milch-Hefe-Zucker-Gemisch hinzugegeben.

Los gehts!

Und ganz wichtig: Das Mineralwasser dann noch dazugeben!!!!!

Ich glaube gerade das Mineralwasser ist wichtig für die Fluffigkeit!

Jetzt heißt es kneten was das Zeug hält!!!!!

Es soll ja Menschen geben, die eine Küchenmaschine haben. Ich gehöre nicht zu dieser erlesenen Gruppe. (Noch nicht???)

Daher bin ich froh, wenn ich Hilfe beim Kneten habe und wir uns abwechseln können.

15-20 Minuten haben wir bisher immer geknetet. Ich werde sicher auch mal eine kürzere Knetzeit versuchen, aber bisher wollte ich immer auf Nummer sicher gehen. Denn, wie schon geschrieben: Ich liiiiiiebe Berliner!!!

Aufräumzeit und Ausruhzeit für den Teig

Dann muss sich der Teig auf größere Aufgaben vorbereiten und es sich schön muckelig machen. Ich decke ihn vorsichtig mit einem feuchten Tuch ab und stelle ihn entweder bei eingeschaltetem Licht in den Backofen oder stelle ihn mit einem Körnerkissen ins Bett und decke ihn vorsichtig mit einem Handtuch und der Bettdecke zu. Dort bleibt er ca. 1 bis 1 1/2 Stunden stehen und breitet sich aus.

Der Teig kurz vor der Ruhepause!

In dieser Zeit kann ich die Küche aufräumen und/ oder anderen Kram erledigen.

Wenn der Teig dann beeindruckend genug geworden ist, geht es an Formen der Wunderkugeln.

Je nach dem, worauf wir Lust haben, formen wir kleinere oder größere Kugeln.

Meistens haben sie eine Größe von 60g bis eher noch 80 g.

Die Kugeln legen wir dann auf ein mit Backpapier oder Backmatte ausgelegtes Backblech und dann dürfen sie nochmal ca. 1/2 Stunde ruhen.

Backvorgang

Der Ofen wird dann auf ca. 180 Grad vorgeheizt und die Berliner (die man vorher gerne mit etwas Milch bestreichen kann) backen für ca. 15 Minuten auf der mittleren Schiene.

Während sie backen erhitzen wir in einem kleinen Topf etwas Fett (meistens nehmen wir Sonnenblumenöl und nein, eine Fritteuse haben wir auch nicht!!!)

Nachdem wir die Berliner, die im Ofen noch mal imposant an Größe zugenommen und eine leicht goldbraune Farbe bekommen haben, aus dem Ofen genommen haben, wird einer nach dem anderen vorsichtig im Fett frittiert.

Hier arbeiten wir bisher immer zu zweit. Eine Person legt immer je einen Berliner vorsichtig mit einem Löffel für einige Sekunden (wir zählen immer so bis 10 oder 15) ins heiße Fett und dreht ihn dann mit Hilfe eines zweiten Löffels vorsichtig um und zählt erneut bis 10 oder 15.

Der Berliner kühlt dann auf einem Teller etwas aus und wird anschließend weiter bearbeitet.

Mit einem kleinen abgerundeten Stab bohren wir nun etwas oberhalb der Mitte (also wo man den Berliner quer durchschneiden könnte) ein Loch für die Marmelade in den Berliner .

Wir versuchen die Marmeladenöffnung schön groß zu machen für viel Füllung!!!

Mit einem Spritzbeutel füllen wir dann Erdbeermarmelade oder Pflaumenmus in den Berliner (Vorsicht! Es darf nicht zu stückig sein, sonst vorher pürieren).

Dann bestreichen wir die Berliner noch mal mit etwas geschmolzener „Butter“ und bestäuben sie mit Puderzucker.

Da wir keinen Puderzucker hatten, haben wir weißen Zucker im Mörser zermahlen, was auch ganz wunderbar geht und wieder Müll spart!

Zucker kann man übrigens auch im Unverpackt Laden kaufen!
1000 Dank an meine Tochter für die Unterstützung!!!

Mit diesem Rezept sind die Berliner erstmalig wirklich fluffig geworden und jetzt kann ich mich auch „Berlinermäßig“ wieder auf Sylvester oder Karneval freuen!!

Ich finde hier kann man schön die Fluffigkeit erkennen!

Ich würde mich wieder mal mega freuen, wenn das Rezept die eine oder den anderen zum Nachmachen anregt und aus dem eigenen „Berlinerdilemma“ befreit!!!

Wer das Rezept testet oder eigene Tipps hat, kann gerne einen Kommentar hinterlassen, das wäre schön!!

Bis bald,

Deine Iris

Von Glücksvorsorge, Konsumbewusstsein und verstecktem Vollkorn – mein (drei)- Wochenglück-Rückblick (01/02/20)

Ich freue mich auf tolle Treffen mit tollen Leuten – jetzt aber erst mal der Rückblick!

Glücksvorsorge

Ich halte mich für lässig diszipliniert. Weiß aber auch, dass ich mir gerne zu viel vornehme!! Wie bereits geschrieben bin ich seit langem sehr inspiriert vom Wochenglück-Rückblick von Denise aka Fräulein Ordnung. Sie schafft es wöchentlich einen Rückblick online zu stellen. Zwar nehme ich mir immer wieder die Zeit zum Innnehalten und schauen, was mich in den vergangenen Tagen „glücklich“ gemacht hat, aber das dann auch noch so regelmäßig zu „verbloggen“ werde ich wohl nicht schaffen.

Nichts desto weniger finde ich die Idee nach wie vor super und werde also in unregelmäßiger Folge auch hier meinen ganz persönlichen Wochenglück-Rückblick machen.

Da ich zwar einen guten Blick für die spontanen Glücksmomente im Alltag habe, aber beim aktiven Herbeiführen solcher Momente definitiv noch Raum nach oben ist, macht es das Schreiben darüber für mich selbst „verbindlicher“. Ich sorge aktiver für meine eigenen Glücksmomente!

Mit dem Rad zur Arbeit fahren

Schön, wenn ich rechtzeitig losfahre und diesen Anblick genießen kann!

Mein Weg zur Arbeit ist nicht weit und der meiste Teil des Weges führt zudem noch durch die Natur. Warum sollte ich also mit dem Auto zur Arbeit fahren? Tja, weil der innere Schweinehund halt lieber Auto fährt. Und dafür hat er (oder sie?) auch ganz wunderbare und einleuchtende Argumente parat. Stichworte sind beispielsweise Müdigkeit, die übervolle Arbeitstasche, anschließende Termine, der Großeinkauf der direkt nach der Arbeit erledigt werden soll…

Nicht dazu gehören Außentermine oder die Sprechstunde im Nachbarort, obwohl auch die mitunter durchaus mit dem Rad zu bewältigen wären.

Ich bin so dankbar an diesem Ort leben zu dürfen!

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe es irgendwann einfach gemacht und ich habe mich verliebt!!!

In die Ruhe am frühen Morgen, die frische, klare Luft, den Blick in die frostige Landschaft…

In der vorletzten Woche bin ich an 4 Tagen mit dem Rad zur Arbeit gefahren und immer wieder bot sich mir ein anderes Bild.

In dieser Woche war es leider nur ein Tag. Aber ich bin stolz auf mich. Denn so habe ich den Weg zur Arbeit mal nicht effektiv (z.B. mit Podcast hören) sondern intensiv gestaltet.

Den Weg zur Arbeit bewusst geniessen! Der Weg ist das Ziel – ankommen bei mir!!!

Frühstücksknödel

Eine köstliche Alternative zum Vollkormbrot!

Ich sage manchmal im Scherz, dass ich in einem früheren Leben sicher 12 Kinder hatte, so große Mengen wie ich koche. Das hat sich zum Glück geändert und ich muss nicht mehr so viel einfrieren oder im schlimmsten Fall sogar wegschmeißen (was wir eigentlich inzwischen fast gar nicht mehr tun).

Lebensmittelverschwendung zu reduzieren ist seit längerem eines meiner Vorhaben. Und es gibt Bereiche, in denen mir das ganz wunderbar gelingt. Nicht aber bei Brot!!!

Immer wieder haben wir Brotreste, die ich nicht mehr einfrieren kann. Und während ich aus den Brötchenresten Semmelknödel mache, die in verschiedensten Kombinationen sooooo gut schmecken, hatte ich bisher für die Brotreste noch kein zufriedenstellendes Rezept gefunden. Bis jetzt!!!

Ganz spontan habe ich es einfach versucht: ich habe Vollkornbrot zerpflückt und mit heißer Pfanzenmilch begossen, ziehen lassen und mit Ahornsirup gesüßt. Das ganze habe ich dann mit Mehl verknetet und zu kleinen Knödeln geformt, die ich in Mehl gewälzt habe und kurz in sprudelndem Wasser gekocht habe.

Zuerst habe ich einen Versuch in einer kleinen Schale gestartet…
…da der Testknödel überzeugte, habe ich mehr produziert.

Über Nacht lagen sie brav nebeneinander auf einem Teller im Kühlschrank und wurden am nächsten Morgen in Margarine gebraten und sofort mit Ahornsirup beträufelt und mit Zimt bestäubt. Und was soll ich sagen, sie schmeckten auch den Familienmitgliedern, die sonst mit Vollkornbrot nicht so hinter dem Ofen wegzulocken sind!!!

Sehr praktisch war auch, dass ich mir ganz schnell einige einpacken konnte, für die Frühstückspause bei der Arbeit!

Docs

„Ich schlafe auf der Straße oder in einer Wellblechhütte! Ich arbeite in einer Textilfabrik für ca. 17 Cent in der Stunde an 6-7 Tagen in der Woche! Ich habe Hautverletzungen und -verätzungen! Meine Kinder arbeiten auch dort oder leben weit entfernt in meinem Heimatdorf. Vielleicht sind sie auch ums Leben gekommen bei der letzten Überflutung? Ich habe eine durchschnittliche Lebenserwartung von 50 Jahren!“

Das waren meine Gedanken nachdem ich am 17.03.2018 im ZDF in der Mediathek eine Doku gesehen hatte, die „Gesichter der Armut“ hieß und sich mit den Produktionsbedingungen der Textilindustrie beschäftigte. Ich war so erschüttert, dass ich mich in das Leben der Arbeiter*innen hineinversetzte.

Diese Dokumentation hat mein Konsumverhalten drastisch verändert!

Ich wollte das nicht länger unterstützen!!!

Inzwischen versuche ich nun seit fast 2 Jahren meinen Kleiderschrank menschenwürdiger, fairer und auch nachhaltiger zu gestalten. Das bedeutet ganz praktisch, noch länger zu überlegen, bevor ich mit ein neues Stück kaufe. Und zuerst im kleinen Second-Hand Geschäft vor Ort zu stöbern. Wenn ich dort nicht fündig werde, fahre ich nach Gütersloh zu Maas Naturwaren (nein, das ist jetzt keine Werbung) und schaue, ob da was passendes dabei ist. Dieser Prozess alleine kann sich schon mal mehrere Wochen hinziehen. Online Shoppen ist auch nicht wirklich eine Alternative, denn es gibt so viel interessantere Dinge zu tun!

So kam es also, dass meine schwarzen Boots anfingen sich aufzulösen und dringend Ersatz her musste. Da ein weiteres Kriterium vegan produzierte Kleidung ist und weil ich Boots mag, kam die Idee auf mal zu schauen, was es bei Doc Martens so gibt. Ich hatte da eine gewisse Vorstellung, weil ich bereits auf einigen Blogs coole Leute mit veganen Docs gesehen hatte. Ich glaube es war hauptsächlich Glücksplanet.

In dieser Woche sind sie also angekommen (ja, online bestellt), meine veganen Docs.

Mein zweites Paar vegan produzierte Schuhe – ich freue mich!!

Und ich muss schon sagen, ich bin begeistert!! Ich hätte nicht gedacht, dass sie so angenehm zu tragen sind. Ich hatte gedacht, dass ich sie erst ein halbes Jahr einlaufen müsste!

So unversehrt werden sie wohl nie wieder aussehen!

Ich freue mich, zu schauen zu welchen Klamotten sie gut passen.

Ja, ich freue mich über diese Schuhe und dieser Kauf macht mir einmal mehr bewusst, dass ich unendlich dankbar dafür bin, in einem Land wie Deutschland geboren worden zu sein!

Keine Bilder habe ich von unserer Ausmistaktion, die ja ein fortlaufender Prozeß ist, der wahrscheinlich erst kurz vor den Osterferien abgeschlossen sein wird, wenn wir im Haus untereinander Zimmer tauschen werden.

Fotos werde ich aber von nun an regelmäßg machen, alleine damit ich Fortschritte erkennen kann und weil ich Vorher-Nachher Fotos liebe!

Die kommende Woche wird arbeitsreich aber vorher freue ich mich auf eine sehr nette Verabredung mit inspirierenden und unterstützenden Menschen im Cafe und in Kürze auf ein Wochenende an der Ostsee mit zwei unfassbar tollen und bewundernswerten Freundinnen!

Liebe Grüße,

Iris

Selbstwertsonntag – Der Selbstwert-Generator

Die Verantwortung für mein Handeln liegt nicht beim Anderen

Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen offen und ehrlich miteinander umgehen und keine Scheu haben, ihre schwachen, aber auch ihre starken Seiten zu zeigen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen ohne Angst und Scham kommunizieren und gemeinsam wachsen können.

Doch um freundlich und konstruktiv miteinander umgehen zu können bedarf es eines positiven Gefühls für den eigenen Wert. Ein positives Selbstwertgefühl ist dafür unabdingbar.

Jeder Mensch hat ein Gefühl für seinen eigenen Wert, nur leider sind wir uns dessen oft nicht bewusst!

Wir erledigen unsere Pflichten, gehen arbeiten, treffen andere Menschen und merken mitunter, dass wir erschöpft sind oder kraftvoll, gereizt reagieren oder gelassen oder uns selbst unter Druck setzen oder das es uns schwer fällt uns abzugrenzen.

Aber den Bezug zu unserem Selbstwert ziehen wir selten!!

„Sich nicht gut fühlen und sich minderwertig fühlen.., ist nicht das gleiche. Unter Minderwertigkeitsgefühlen…zu leiden, bedeutet, dass man beim Erleben unerwünschter Gefühle versucht, sich so zu verhalten, als ob letztere gar nicht existieren würden. Es erfordert ein ziemlich starkes Selbstwertgefühl, sich die eigenen Minderwertigkeitsgefühle einzugestehen.

Auch Menschen mit hoher Selbstachtung können sich hin und wieder „down“ fühlen. Der Unterschied besteht darin, dass….. sie nicht so tun, als würden ihre „Down-Gefühle“ nicht existieren.

Sich „down“ zu fühlen und es nicht zuzugeben ist eine Art, sich selbst und anderen etwas vorzumachen. Wenn Sie Ihre Gefühle auf diese Weise entwerten, so bedeutet das praktisch, dass sie sich selbst entwerten.. .“ (V.Satir)

Es scheint mir wichtig, sich folgendes vor Augen zu führen: Das Bedürfnis nach Anerkennung und Selbstwerterhöhung gehört zu unseren psychischen Grundbedürfnissen und speist sich aus unserem Bindungsbedürfnis, das evolutionsbiologisch letztendlich unser Überleben gesichert hat.

Deren Erfüllung oder eben Frustration in der (frühen) Kindheit haben einen großen Einfluss auf unser generelles Selbstwertempfinden.

Dennoch, so sagt auch V. Satir, dass es glücklicherweise möglich ist, „den Selbstwert jedes Menschen zu erhöhen, ganz gleich in welchem Alter und in welcher Situation er sich befindet. Da ein niedriges Selbstwertgefühl erlernt ist, kann es auch wieder verlernt werden und stattdessen etwas Neues erlernt werden. Dieses Lernen ist von der Geburt bis zum Tode möglich; es ist also nie zu spät dazu.“

„Zu jedem Zeitpunkt kann ein Mensch lernen, sein Selbstwertgefühl zu stärken.“

Stefanie Stahl bezeichnet das Selbstwertempfinden als das Epizentrum unserer Psyche.

Und die von mir hochgeschätzte Virginia Satir sagt,“dass sich in jedem von uns ein Kraftzentrum befindet, welches das Leben erhält und mit einer universellen Kraftquelle verbunden ist. Jedes dieser Zentren verfügt über einen Generator, der die Energie produziert, die zur Fortsetzung des Lebens notwendig ist.

Ein wunderbares und kreatives Werkzeug zur Selbstwertsteigerung

Das Wort Generator kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Erzeuger. Ein Selbstwert-Generator ist also ein Selbstwert-Erzeuger, bzw. ein Instrument, das bei der Erzeugung eines positiven Selbstwerts helfen kann.

Vor einiger Zeit wurde ich aufmerksam auf den Selbstwert-Generator aus dem Carl-Auer-Verlag. Und da mir das Thema Selbstwert in meinen Beratungen immer wieder begegnet, habe ich ihn mir mal näher angeschaut.

Schon auf der ersten Seite habe ich ein neues Wort gelernt und zwar die „Kognokokkeninfektion“

Mir ihr bezeichnen die Entwickler des Generators, Sabine Ebersberger und Michael Bohne „..störende oder einengende Gedanken anderer, mit denen wir uns infiziert haben, die uns nicht mehr loslassen, die uns und unserem Selbstwert nicht guttun, die wir dennoch glauben, da sie uns häufig schon sehr lange begleiten.“

Stefanie Stahl zählt in dem unten aufgeführten Buch auch die folgenden Glaubenssätze auf:

-Ich bin nicht liebenswert! -Ich genüge nicht! -Ich komme zu kurz! -Ich falle zur Last! -Ich kann dir nicht vertrauen! -Ich muss alles richtig machen!

Das ist nur eine winzige Auswahl aus der Vielzahl von einschränkenden Glaubenssätzen, die uns das Leben schwer machen können.

Gut im Kontakt mit sich selbst sein, auch, um gut im Kontakt mit anderen sein zu können

Diese „Kognokokkeninfektionen“ sind oft so hartnäckig, dass es sehr herausfordernd sein kann, ein kraftvolles Gegenmittel zu finden und dieses dann konsequent anzuwenden, um so zu einem (neuen) starken Selbstwertgefühl zu gelangen.

Die Arbeit mit stärkenden bzw. selbstwertstärkenden Sätzen ist aus vielen Therapie- Beratungs- und auch Coachingsettings nicht mehr wegzudenken. Auch ich arbeite mitunter damit.

Man kann sie positive Gedanken oder positive Affirmationen nennen oder auch positive Glaubenssätze, wichtig ist, dass sie letztendlich die alten Gedankenmuster über den eigenen Selbstwert ersetzen durch neue kraftvolle, selbstbejahende Gedankenmuster.

Selbst für erfahrene Therapeut*innen kann es mitunter schwierig sein, neue, selbstwertstärkende Glaubenssätze zu entwickeln. Und für Menschen, die mit dem Thema Glaubenssätze und deren „Bearbeitung“ keinerlei Erfahrung haben, ist das sicherlich eine besondere Herausforderung.

Und hier kommt der Selbstwert-Generator ins Spiel. Dieses wundervolle Instrument bietet sagenhafte 216.000!!!!! selbstwertstärkende Sätze, manche davon sehr humorvoll aber deswegen nicht weniger kraftvoll.

Humorvoll aber wahr!

Nach einer kurzen Einleitung zum Umgang mit dem Generator und Anregungen, wie die Sätze optimal „geübt“ werden können, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können, beginnt der Spaß, sich die individuell passende Satzkombination zusammenzustellen.

Zum Abschluss möchte ich nocheinmal die wundervolle Virginia Satir zitieren: „Selbstachtung, ist die Fähigkeit, sich selbst wertzuschätzen und mit Würde, Liebe und Realismus zu behandeln….

Ein Schritt weiter auf dem Weg zu mehr Selbstakzeptanz

Integrität, Ehrlichkeit, Verantwortlichkeit, Mitgefühl, Liebe und Kompetenz – all diese Eigenschaften zeigen sich auf natürliche Weise bei Menschen, deren Selbstwert stark ist.

Welche Werte habe ich – was zählt wirklich im Leben?

Wir haben dann das Gefühl, wichtig zu sein und das die Welt dadurch, dass wir leben, zu einem besseren Ort wird.“

Eine „Kognokokkeninfektion“ zu bekämpfen ist so wichtig für die (psychische) Gesundheit

Ich bin überzeugt, wenn es den Erwachsenen, den Eltern, den Erziehenden gelingen würde, selbst einen starken Selbstwert zu kultivieren und somit konstruktiver und friedvoller zu kommunizieren, würde ihr Einfluss auf die nachfolgende Generation so positiv sein können, dass gegenseitige Verletzungen, Machtkämpfe, ja vielleicht sogar Kriege nicht mehr „nötig“ sein würden.

Hattest du auch schon mal eine „Kognokokkeninfektion“ und wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Alles Gute,

Deine Iris

Zitate aus:

-Michael Bohne/Sabine Ebersbächer; Der Selbstwert-Generator Im Handumdrehen zu einem starken Selbstwert;Carl-Auer Verlag GmbH 2019 -Virgina Satir; Kommunikation Selbstwert Kongruenz; Junfermann Verlag 2004 -Stefanie Stahl; Das Kind in dir muss Heimat finden;Kailash Verlag 2015 P.S.: Das ist jetzt wahrscheinlich Werbung ohne Auftrag oder Bezahlung, einfach aus Begeisterung!

Von Visionen, Klarheit und Büchern – mein Wochenglück-Rückblick (10/01/20)

Das Deckblatt unseres Kalenders soll unser Motto sein!

Inspiriert von der tollen Denise vom Blog „Fräulein Ordnung“ mache ich, nur für mich, schon seit recht langer Zeit einen kleinen Wochenglück-Rückblick.

Immer, wenn ich einen ihrer Wochenglück-Rückblicke lese, denke ich an meine eigene Woche und daran, was mich in dieser Woche glücklich gemacht hat.

Heute möchte ich nun hier einen ersten öffentlichen Wochenglück-Rückblick machen (Wenn man bei der Handvoll Leute, die das hier lesen überhaupt das Wort „öffentlich“ in den Mund nehmen kann?!)  🙂

Blogstart – Freude und Aufregung

Das Schreiben macht mir schon jetzt so viel Freude!

Bei manchen Vorhaben habe ich offensichtlich einen seeehr langen Vorlauf. So auch beim Thema bloggen. Bereits seit 2015 habe ich die Idee/ den Wunsch selber zu bloggen. Die Blogs auf die ich damals gestoßen bin, haben mich so inspiriert und mich bei den Themen, mit denen ich mich beschäftigt habe, wirklich weitergebracht, so dass ich auch etwas von meiner eigenen „Reise“ berichten wollte, in der Hoffnung, dass es jemanden interessiert und im besten Fall sogar weiterbringt.

Manche Blogs, wie der von „Fräulein Ordnung“ zum Beispiel inspirieren mich nicht nur, sondern sind kleine Highlight in meiner Woche. Lichtblicke im mitunter turbulenten Alltag!

Aber einen Blog zu starten hat mich wirklich viel Überwindung gekostet und ich habe ihn auch bisher nur einer Handvoll Leute bekannt gemacht. Einfach um zunächst mal zu spüren, wie es sich anfühlt, die eigenen Themen im großen WWW zu sehen.

Mit der Verlinkung beim Wochenglück-Rückblick von Denise gehe ich einen ersten Schritt weiter. Ich lese ihre Rückblicke und auch alle anderen Artikel immer sehr gerne und fühle mich sehr wohl auf ihrem Blog. Und auch, wenn ich es mir nicht recht erklären kann, fühle ich mich mit einer Verlinkung hier noch sicherer als wenn ich schon andere Wege gehen würde. Ich habe ihn bislang zum Beispiel noch nicht in meine „Insta-Bio“ gestellt. Ich will sehen, wohin mich meine „Blogreise führt, aber ich werde langsam, in meinem Tempo reisen und das bedeutet eben auch, zunächst an Orte, die mir bekannt sind und an denen ich mich sicher fühle.

Es gibt immer noch so einige Baustellen, aber ich wage es jetzt trotzdem!!! Perfektionismus ade, Hallo Freude!

Mein Visionboard 2020 erstellen

Mein Visionboard 2019 hat mir auch schon sehr gut gefallen

Im vergangenen Jahr habe ich erstmalig ein Visionboard erstellt. Schon an dem Prozeß der Erstellung hatte ich mega viel Freude. Zudem war ich mir zwar bewusst, was für ein unglaublich kraftvolles Werkzeug ein Visionboard sein kann für die Erfüllung von Visionen, Zielen und Wünschen, aber erst in der Rückschau am Ende des letzten Jahres ist mir bewusst geworden, dass ich aus dieser „Collage“ mein Leben geformt habe.

Am vergangenen Wochenende habe ich mich also an unseren großen Küchentisch gesetzt und an dem Board für 2020 „gearbeitet“. Eine meiner Töchter hat sich parallel ein eigenes Visionboard erstellt. Mehrere Stunden haben wir nebeneinander und miteinander gearbeitet, uns ausgetauscht, gegenseitig geholfen und die gemeinsame Zeit genossen. Es war ein wunderbarer, kreativer und sehr verbindender Prozeß. Jetzt gerade, während des Schreibens, wird mir das nochmals deutlich – dank des Wochenglück-Rückblicks!!!

Klarheit, Einfachheit und Ordnung – davon will ich mehr in 2020
Das wunderschöne Visionboard von einer meiner Töchter! Ihre Idee mit den Farbsprenkeln auf dem Untergrund habe ich (mit Erlaubnis!) geklaut

Ausmisten

Da hilft auch die schönste Tüte nicht, wenn sich darin überflüssiger Kram versteckt, der nur Platz wegnimmt

Anders als in den vergangenen Jahren haben wir unseren Weihnachtsbaum schon in der vergangenen Woche abgeschmückt und auch die Deko im Haus wieder in die Weihnachtskiste gepackt. Alle haben mit angepackt!

Und weil wir dieses Jahr innerhalb des Hauses einige Zimmer tauschen wollen, sind wir alle um so motivierter auch vorher auszumisten, damit alles schneller vonstatten gehen kann. Dieses Vorhaben steht in den Osterferien auf dem Plan, d.h. der klare Zeitplan hilft uns beim Ausmisten konsequent zu bleiben.

Das ist für mich sehr wichtig, denn aus verschiedensten Gründen fällt mir bei bestimmten Dingen das Loslassen sehr schwer.

Da ich es für mich verbindlicher gestalten will werde ich (hoffentlich) hier von meinen/unseren Fortschritten berichten.

Meine eigene Lesechallenge

Danke meiner Lesechallenge habe ich auch diese zwei wunderbaren Bücher endlich gelesen

Ich lese sehr gerne und meistens mehrere Bücher parallel. Das führte in den vergangenen Jahren allerdings dazu, dass ich viele Bücher nur halb, oder quer gelesen habe und einige in Vergessenheit gerieten. Außerdem habe ich noch so viele Bücher auf meiner Liste, dass ich es in diesem Jahr anders angehen möchte.

Ich mache meine eigene Lesechallenge: #52wochen40bücher2020

Ich möchte jede Woche ein Buch von Anfang bis Ende lesen. Da ich verschiedene Eventualitäten einplane, werden es nicht 52 Bücher sondern „nur“ 40. Aber das ist auch schon eine riesige Herausforderung für mich.

In der ersten Woche des Jahres hatte ich noch Urlaub, da habe ich ein Buch mit 231 Seiten geschafft. In der vergangenen Woche habe ich wieder gearbeitet und mir bewusst ein schmaleres Buch vorgenommen. Da hatte der Inhalt es allerdings in sich, denn es ging um die Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Ich habe es bereits am Freitag fertig gelesen und nehme mir am Wochenende nochmal Zeit um einige Inhalte zu wiederholen und besser verinnerlichen zu können.

Schon jetzt, während des Schreibens merke ich, wie bereichernd es ist, sich die Zeit zu nehmen und so intensiv auf die Glücksmomente der vergangenen Woche zu schauen. Ich danke Denise, für die Anregung!!

In der kommenden Woche habe ich einige schöne Verabredungen und freue mich ansonsten darauf mehr Klarheit in unser Haus zu bringen!

Viele Grüße,

Iris

5 im Januar

Immer wieder schön: Mir bewusst Zeit zu nehmen, um mir klar darüber zu werden, was ich erleben, fühlen möchte!

Ich finde es unglaublich inspirierend in den unermesslichen Weiten des WWW herumzustöbern, wie in einer großen Bibliothek. 

Ja, ich neige dazu, mich hier und dort zu lange aufzuhalten oder mich auch mal in Abteilungen wiederzufinden, die dann doch für mich eher uninteressant sind.

Aber es gibt Ecken, da schaue ich immer mal wieder vorbei, also ich meine Blogs….

So viele tolle Anregungen sind hier und da zu finden.

Was ich besonders toll finde, sind die „Monats-To-Do-To-Be´s“, die ich auf einigen Blogs finde.

Ich weiß gar nicht, wo ich es erstmalig gesehen habe. Wahrscheinlich war es mein Lieblingsblog Glücksplanet!!!

Ich mache seit langem diese Listen auch für mich ganz privat und habe auch schon mal eine auf Insta geteilt.

Nun möchte ich diese wundervolle Idee auch hier weiterverbreiten und hier am Blog mit meinen Plänen und Wünschen füllen.

Ich freue mich auf das neue Jahr-zehnt!!!!! Es ist für mich wie ein unbeschreibenes Blatt Papier/Heft und ich freue mich, die Seiten zu füllen.

1. Die Natur wieder bewusster geniessen

Es gelingt mir bereits sehr gut, auch im Alltag die Schönheiten der Natur zu sehen und so in mir aufnehmen zu können, dass sie mich langfristig bereichern. Ich weiß, wie gut es mir tut, mich in der Natur aufzuhalten.

Dieses Foto ist zwar in Südafrika und nicht auf einem Spaziergang hier entstanden, verdeutlicht aber gut, das die Natur mir hilft, mich in mir zu verankern.

Um wirklich gut in mir verankert zu sein, brauche ich immer wieder die Echtheit der Natur, die Stille, die Momente des Lauschens in die Stille hinein und somit das Austreten aus dem Gedankenkarussell, den inneren Monologen. Das gelingt mir ganz wunderbar im Wald oder am frühen Morgen im Park.

Auch, wenn ich „nur“ die kleine Runde mit meinem Hund mache, verankere ich mich wieder neu in mir. Durch die Felder zu gehen, den Kühen, die ich schon mit Namen kenne 🙂 Hallo zu sagen, den Tau auf den Feldern glitzern zu sehen -so viel schöner als jeder Edelstein- und einfach bewusst ein wenig aus dem Hamsterrad herauszutreten, gibt mir immer wieder viel Kraft.

Diese Glücksmomente möchte ich mir in 2020 viel öfter und vor allem bewusster immer wieder selber schenken!!

Mein Visionboard 2019 hat mir geholfen fokussiert zu bleiben und kontinuierlich an meinen Wünschen und Visionen zu arbeiten.

2. Mein Visionboard gestalten

Nachdem ich mir im letzten Jahr erstmalig ein eigenes Visionboard gestaltet habe, das mir jeden Morgen beim Aufstehen entgegen funkelte und mich unglaublich motiviert hat, meinen Visionen, Wünschen, Zielen und Träumen beharrlich zu folgen, bin ich von der Kraft dieses „Werkzeugs“ völlig begeistert und überzeugt.

Meinem Garten mehr Aufmerksamkeit zu schenken ist kein neues Vorhaben, ich hoffe, es durch das Visionboard so präsent zu haben, dass ich es mehr in meinen Alltag integrieren kann.

Ich habe meine Ziele und Visionen erreicht!!!

Mehrmals täglich habe ich sie durch das Visionboard vor Augen gehabt, habe sie tief in mir verankert und mich immer wieder daran erinnert, etwas zu ihrer Erreichung zu tun.

Ich bin viel konkreter ins Handeln gekommen, als wenn ich sie mir nur irgendwo in ein Heft geschrieben hätte oder sie nur gedanklich immer wieder visualisiert hätte.

Eine meiner Visionen war der Blogstart in 2019. Diese Vision habe ich wahr werden lassen. Auch, wenn ich von Perfektionismus weit entfernt bin und das auch nicht mein Ziel ist, so werde ich diesen Blog erst Mitte (Ende?) Januar einer „weiteren“ Öffentlichkeit bekannt machen. Zum Beispiel durch Instagram. Mehr auch vorerst nicht 😉 Vorher möchte ich hier und da noch etwas verändern. Dennoch, der Blog wird sich mit mir entwickeln und ich habe Hoffnung, dass ich mir auch die technischen Dinge nach und nach besser erschließen werde. Woher auch immer ich diese Hoffnung nehme 😉

3. Wieder Saxophon spielen

Ich möchte mein Saxophon wieder herausholen und mir das Spielen wieder selbst beibringen (nachdem ich ewig nicht gespielt habe). Auch das habe ich übrigens auf meinem Visionboard festgehalten, ist also nicht nur im Januar wichtig! Aber im Januar starte ich damit, das Saxophon spielen wieder als feste Gewohnheit zu etablieren.

Dieses gute Stück begleitet mich nun schon einige Jahrzehnte und erst in diesem Jahrzehnt wird es „seine Erfüllung finden“ 🙂

4. Fotografieren lernen

Ich habe einen Blick für das Schöne im Alltäglichen oder im vermeintlich Hässlichen, aber leider ist es mir bisher nicht gelungen, das auch fotografisch festzuhalten. Ich möchte den Januar dazu nutzen, mich auf den Weg zu machen, das Fotografieren zu erlernen. Ich möchte mir einen Kurs suchen, ob hier vor Ort oder Online.

Ich freue mich auf neue Blickwinkel!!!

5. Kalligraphie/Lettering

Gefühlt seit Ewigkeiten habe ich mein „Kalligraphie-Werkzeug“ herumliegen und ich weiß, wie viel das Schreiben schöner Buchstaben oder Texte zu meiner inneren Ruhe beitragen kann und dennoch habe ich mir viel zu selten Zeit dafür genommen. Im Januar (und hoffentlich auch im weiteren Jahresverlauf) möchte ich mir öfter Zeit für dieses Hobby nehmen.

Das Material habe ich schon mal!

Natürlich gibt es auch eine Menge anderer Dinge, die wichtig sind zu erledigen. So z.B. das Ausmisten, was aus verschiedensten Gründen wichtig ist. Es ist für die Familie ein Riesenprojekt und steht nicht auf meiner 5er Liste, soll aber auf meinem neuen Visionboard auch einen Platz bekommen. Ich habe eine Vision von einem Leben, das unbelastet von überflüssigem Kram ist, einem Leben voller Klarheit auf verschiedensten Ebenen. Nicht ohne Konsum, aber mit einem ganz bewussten Konsum!

Neben dem Ausmisten und vielem anderen, werde ich mich im Januar also auf meine 5er Liste fokussieren , um „das Schöne“ bewusster in mein Leben zu holen.

Wie ist das bei dir? Wie gelingt es dir am Ball zu bleiben mit deinen Wünschen, Träumen, Zielen oder Visionen? Helfen dir Listen und Visionboards oder welchen Weg hast du gefunden?

Hast du weitere Ideen oder Anregungen? Hinterlasse mir doch einen Komentar, ich freue mich auf Austausch!

Bis bald, Deine Iris!

Saucentraum in Vegan! Mein „Geheimtipp“ für eine schnelle, deftige, braune Sauce – nicht nur zu Weihnachten!!!

Traumsauce gefunden!
Ich bin sooo happy mit meiner super schnellen, veganen, braunen Sauce zu fast allem!

Ich liebe Saucen! Und ganz besonders braune Saucen!

Als ich vor ca. 5 Jahren meine Ernährung ziemlich spontan auf vegan umstellte, konnte ich mir anfangs nicht vorstellen, dass das noch einmal ein Problem für mich werden würde.

Es war Sommer und ich habe mich intensiv mit der Suche nach verschiedensten Alternativen beschäftigt – nicht aber mit dem Thema „Braune Sauce“. 

Als der Herbst kam und damit die Lust auf deftigere Gerichte, stand ich vor einem Problem. Wie zaubere ich eine leckere vegane Sauce?

Da ich viel Inspiration in den unermesslichen Weiten des Internets gefunden habe, war ich überzeugt auch hier wieder fündig zu werden.

Ich habe viel recherchiert und eine Menge ausprobiert. Komplizierteste Rezepte, die zwar ganz gut schmeckten, aber ewig in der Zubereitung brauchten oder Zutaten erforderten, die ich nicht im Haus hatte oder nicht einfach im Supermarkt oder auf dem Markt besorgen konnte. Selbst Fertigsaucen habe ich in meiner Verzweiflung getestet!

Und als ich fast nicht mehr daran glaubte, jemals wieder eine leckere, deftige braune Sauce beispielsweise zu meinen heißgeliebten selbst gemachten Semmelknödeln essen zu können da habe ich endlich durch Zufall mein Rezept für eine schnelle, vegane, braune Sauce kreiert!!!

Ich verwende es (im Grunde ohne große Abwandlungen) für alle meine deftigen Gerichte. Und inzwischen wurde die Sauce nicht nur von Veganer*innen sondern auch von Fleischesser*innen für lecker befunden.

Ich koche sie meistens nach Gefühl und ohne genaue Mengenangaben, daher sind die Angaben hier „Ca.-Angaben“.

Die Grundlage der Sauce ist Suppengemüse. Ich habe das große Glück auf dem Wochenmarkt einen Bauernstand gefunden zu haben, der kleingeschnittenes und in Salz eingelegtes Suppengemüse in Gläsern verkauft.

Ich darf hier ja keine Werbung machen, aber, wer sich auf dem Wochenmarkt in Wiedenbrück gründlich umsieht, findet diese Köstlichkeit!

Ansonsten kann man natürlich auch TK-Suppengemüse nehmen, das man dann nochmal kräftig salzt oder natürlich frisches Suppengemüse, sehr kleingeschnitten und ebenfalls einige Zeit in Salz eingelegt. Wobei ich finde, dass das Suppengemüse im Glas vom Markt wirklich zum besten Ergebnis führt.

Rezept:

  1. ca. 4 sehr gut gehäufte Teelöffel (hängt von der gewünschten Menge ab, aber meiner Erfahrung nach, ergibt das ca. einen halben Liter) sehr kleingeschnittenes in Salz eingelegtes Suppengemüse (oder eine kleine Packung TK-Suppengemüse. Mich stört dabei der Geschmack der Petersilie, den finde ich in der Glasversion einfach besser).
  2. 2-3 Teelöffel Zuckerrübensirup
  3. einige Esslöffel Pflaumenmus (das finde ich besonders wichtig) und Heidelbeer- oder Waldfruchtmarmelade (oder von allem etwas)
  4. Wasser zum Ablöschen und aufgießen (ca. einen halben Liter, zunächst lieber weniger und dann nach Geschmack aufgießen)
  5. Mehl zum Andicken

Ich brate das Suppengemüse in geschmolzener veganer Margarine an und „karamellisiere“ dann mit dem Sirup.

Dann kommen die Marmeladen dazu und ich lösche das Ganze mit Wasser ab.

Das Mehl dicke ich an, wie ich es von meiner Mama gelernt habe: In eine Tasse, in die ich einige Gabeln voll Mehl gefüllt habe, lasse ich langsam etwas Wasser laufen und rühre dann zügig um, so dass bestenfalls keine Klümpchen entstehen. )

Das Mehlgemisch kommt dann ebenfalls in den Topf und wird mit Wasser aufgegossen und kräftig umgerührt, bis eine schöne Sauce entsteht.

Meistens muss ich nicht mal nachwürzen, da das Suppengemüse aus dem Glas bereits so würzig ist, dass das nicht nötig ist. Ich habe aber auch schon mal mit Gemüsebrühe nachgewürzt. Das ist gerade für größere Mengen hilfreich oder, wenn ich die Sauce am nächsten oder übernächsten Tag etwas verdünnen oder verlängern muss.

Wenn ich Lust habe, brate ich das Gemüse in etwas Senf an und lösche es mit Rotwein ab. (Die Rotwein Version kommt nicht bei allen so gut an.) Ich liebe den Geschmack von Senf. Aber wenn ich eben dazu mal keine Lust habe, oder, was auch vorkommen kann, es vergesse, tut das dem Geschmack nicht wirklich einen Abbruch.

Die Sauce lässt sich super einfrieren, so dass man für die Feiertage oder andere Eventualitäten immer gut gerüstet ist!!

Ich würde mich mega freuen, wenn dieses Rezept die eine oder den anderen zum Nachmachen anregt und aus dem eigenen „Saucendilemma“ befreit!!!

Wer das Rezept mal testet oder eigene Tips hat, kann gerne einen Kommentar hinterlassen, das wäre schön!!!

Bis bald,

Deine Iris

Papiermüll vermeiden – Zero Waste für Anfänger

Stoffservietten waren eine meiner ersten Anschaffungen um Papiermüll zu reduzieren und ich freue mich jedes mal über den Anblick auf meinem Küchentisch

Auf der einen Seite wachsen die Müllberge und auf der anderen werden die Wälder immer kleiner!

Der Weg zu einem immer bewussteren Konsum fing bei mir vor einigen Jahren an und entwickelt sich langsam aber stetig weiter.

Das Bewusstsein für den Schutz und Erhalt unserer Welt wurde bei mir zwar bereits im Elternhaus und in der Schule geweckt und gefördert, aber durch die vielen Social Media Kanäle ist mir das Thema heute präsenter denn je. 

Gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche Veränderungen sind zunehmend in aller Munde und unabdingbar.

Aber was kann ich tun, ich als einzelne Person, wir als Familie? Wo können wir, neben dem „Auf-die-Straße-gehen“ noch ansetzen?

Ich bin eine Freundin einfacher, schneller und leicht umzusetzender Lösungen und habe mit einem Bereich angefangen, in dem es mir recht leicht erschien mein/unser Konsumverhalten zu verändern und dadurch weniger Müll zu produzieren.

Ich war förmlich erschlagen vom Papiermüll!!!

Da sind nicht nur die Unmengen  an Papier, das die Kinder aus der Schule mitbringen oder misslungene Druck- oder Kopierversuche hier zuhause, sondern auch der Bereich der Papiertaschentücher,   Küchenrollen und Abschminktücher, die zudem schön in Plastik verpackt daher kommen.

Gefahr erkannt heißt ja noch nicht automatisch Gefahr gebannt. 

Wenn ich alleine leben würde, wäre es ein wesentlich leichteres Unterfangen gewesen, in diesen Bereichen den Papierkonsum drastisch zu reduzieren.

Aber wir sind ein Haushalt mit vier selbstständig denkenden und handelnden Menschen und meine Kinder waren zum Zeitpunkt meines „Müllerwachens“ schon längst mit Papierprodukten sozialisiert.

Da mir klar war, dass ich nur bei mir anfangen kann und (bestenfalls) für meine Familie ein Vorbild sein kann, habe ich mir zunächst einfach mal Stofftaschentücher gekauft.

Das fand meine Familie zu dem Zeitpunkt noch etwas seltsam, benutzte sie aber immerhin manchmal auch schon. Und inzwischen höre ich mitunter, dass die Taschentücher aus Stoff viel weicher seien, was natürlich besonders in der Schnupfenzeit ein wichtiger Aspekt ist.

Irgendwann haben wir mal wieder alte T-Shirts und alte Küchenhandtücher aussortiert. Da kam mir erstmals die Idee, diese wirklich nicht mehr wegzugebenden Teile zu zerschneiden.

Aus den T-Shirts wurden Taschentücher, die ich anfangs (nur sehr selten) noch umnähte, damit sie nicht ausfransten. Die packte ich in hübsche Dosen für die Küche. 

Zwei dieser mit Taschentüchern gefüllten Dosen stehen auf dem Schrank in der Küche und auch über diesen Anblick freue ich mich immer wieder

In Tuchspenderboxen, die ich im Drogeriemarkt gekauft habe, packte ich ebenfalls diese Tücher. Eine dieser Boxen steht nun in der ehemaligen „ursprünglichen“ Küchenrollenhalterung. Die Tücher, die wir in der Küche benutzen, werden zu einem kleinen Teil weggeschmissen (was es offensichtlich für manche Menschen akzeptabler macht auf Küchenrollen zu verzichten) und zu einem Teil ausgeschlagen, gewaschen und wiederverwendet.

Nicht unbedingt schön, aber funktional – unser Ersatz für Küchenrollen

Diese Vorgehensweise hat neben der Müllersparnis auch den Vorteil, dass ich/wir nicht ständig daran denken müssen, auch noch Küchenrollen und Taschentücher nach Hause zu schleppen.

Die andere Spenderbox steht im Wohnzimmertisch, so dass es schnell und unkompliziert möglich ist, sich ein Taschentuch zu nehmen. Die benutzten Tücher sammeln wir in einem Glas, das ebenfalls unauffällig, im Wohnzimmertisch steht und das ich natürlich häufig in den Wäschekorb entleere.

Superpraktisch – unsere Taschentuchbox, die normalerweise im Wohnzimmertisch steht. Ein Griff, schnauben und schnell im Glas bis zu Wäsche „entsorgen“

Es gibt noch einige andere Punkte, die ich verändert habe, zum Beispiel den Bereich des Putzens/ der Putztuchverwendung. Doch darüber werde ich ein anderes mal berichten.

Altes Papier wird (wie wahrscheinlich in den meisten Haushalten) zerschnitten und dient uns als Notizzettel.

Zwischenzeitlich haben wir eine Einkaufs-App benutzt, die ich auch prinzipiell super finde, die aber für uns (noch?) nicht dauerhaft funktioniert. Der gute alte Zettel, der in der Küche liegt, ist für mich einfach einfacher!

Und einfach sollten unsere Lösungen sein, damit längerfristig bestehen bleiben!!!

So, das war ein erster kleiner Einblick in meinen Versuch die Flut an Papiermüll zu reduzieren, der Umwelt zu dienen und ganz nebenbei unser Leben zu vereinfachen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mein Bericht, die eine oder den anderen zum Nachmachen anregt.

Wer die Ideen nun auch mal testet, umsetzt oder eigene Tipps hat, kann gerne einen Kommentar hinterlassen, das wäre schön!!!

Ich freue mich auf Austausch!!!

Bis bald,

Deine Iris

Was Mut und Glück miteinander zu tun haben

In einem einigermaßen „geordneten“ Erwachsenenleben braucht es nicht mehr so häufig Mut, wie noch als Kind oder Jugendliche. Wann ist man überhaupt erwachsen (Ab wann darf man sich eigentlich erwachsen nennen und was ist das überhaupt für ein Wort „er-wachsen“, das hört sich schon so fertig an. Ist man fertig, wenn man er-wachsen ist? Bitte nicht!!)

Klingt ganz schön langweilig, oder? Wir „Erwachsenen“ machen oft Dinge schon seit längerer Zeit und nicht so häufig und so viel zum ersten mal.

Ich möchte nicht verlernen mutig zu sein, zum einen, damit es nicht zu langweilig wird, und zum anderen , um ganz nah an der Welt meiner Kinder zu sein, ihre Herausforderungen wirklich verstehen zu können.

Wir haben uns oft ganz schön bequem in unserem Leben eingerichtet. Neues zu beginnen oder überhaupt etwas zum ersten mal zu machen, spielt in unserem Leben oft nicht mehr eine so große Rolle.

Mit einem eigenen Blog sichtbar zu werden, kostet mich ganz schön viel Mut. Zumal ich nicht das eine, ganz klare Thema habe oder Ziel verfolge. Ich habe einfach (seit Jahren!!) eine sehr hartnäckige Stimme in mir, die mir immer wieder sagt, „Mach es, versuch es einfach. Was hast du zu verlieren?“ Aber leider sind da auch die anderen Stimmen. Das sind die, die sagen, „Was soll denn noch ein Blog und was ist überhaupt noch mal dein genaues Thema? Wenn du nicht das eine Thema gefunden hast und/oder viel besser bist als alle anderen, dann lass es lieber. Du willst dich doch nicht angreifbar machen, willst dich doch nicht blamieren. Was, wenn das hier Menschen lesen, die dir nicht wohlgesonnen sind, die nur nach einer Gelegenheit suchen, um dir „ans Bein zu pinkeln“?

Ich sehe dieses Leben als ein kostbares Geschenk! Es hat es verdient intensiv gelebt zu werden!

Manche Herausforderungen, die Mut erfordern, suchen wir uns selber aus, wie z.B. einen Blog starten, einen Bungee Sprung machen oder alleine in den Urlaub zu fahren.

Jeder Mensch hat andere Herausforderungen. Was für die eine Person eine ganz lockere Sache ist, bedeutet für die andere Person eine große Herausforderung, die viel Mut erfordert.

Es gibt aber auch Herausforderungen, die wir uns nicht wirklich selbst ausgesucht haben. Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um in der Zukunft negative Auswirkungen zu vermeiden.

Das umfasst Bereich, die so vielfältig sind, wie das Leben selber. Das reicht von der benötigten OP über den Umzug wegen der Arbeit oder der Liebe, dem Schulwechsel und auch, dem Zulassen und „Sich-Stellen“ von den sogenannten negativen Gefühlen wie Angst und Trauer beispielsweise. Diese Herausforderungen benötigen wahrscheinlich besonders viel Mut.

Manchmal ist „NEIN-SAGEN“ die mutigste Entscheidung, die wir treffen können!!!

Nicht ganz vergessen werden soll an dieser Stelle noch das Thema Angst, denn auch die können wir empfinden und es gilt sehr genau hinzuschauen. Denn Angst kann auch ein Warnsignal sein, kann uns schützen. Oder ist es eher eine Beklemmung, die ich fühle? Schau hin, fühl mutig hinein, wo genau liegt der Unterschied. Wenn wir uns der Angst stellen (manchmal bedarf das auch der Unterstützung) können wir ihre Botschaft eher verstehen und sie für uns nutzen oder zumindest mit ihr umgehen.

Was kann uns in solchen Situationen helfen? Wir können uns zum Beispiel auf unsere Fähigkeiten besinnen. Was hat uns in anderen (vielleicht sogar ähnlichen Situationen) geholfen? Was von dem, was bei der neuen Herausforderung hilfreich wäre können wir bereits? Also sind wir vielleicht kontaktfreudig und offen und es fällt uns leicht neue Kontakte zu schließen. Diese Fähigkeit kann helfen, bei dem Gedanken nach dem Umzug oder dem Schulwechsel auf neue Menschen zu treffen und neue Kontakte zu schließen. Oder, wir besinnen uns auf die Dinge, Menschen, Orte, Erinnerungen, die uns Kraft geben. Damit meine ich, daran zu denken, was ich alles bereits habe (also z.B. eine unterstützende Familie, gute Freunde, eine schöne Wohnung, ein liebes Haustier, die Liebe zu Büchern u.v.m.).

Wichtig finde ich auch, in herausfordernden Situationen besonders gut auf sich zu achten. In mich hineinspüren, spüren, wie ich mich fühle. Welche, vielleicht widerstreitenden Gefühle nehme ich wahr? Diese Gefühle zulassen und akzeptieren – nicht immer ist alles ganz klar. Und dann zu schauen, welches Bedürfnis hinter den (verschiedenen) Gefühlen steckt.

Was für ein Bedürfnis steckt beispielsweise hinter dem Gefühl der Unsicherheit ( beim Jobwechsel, Schulwechsel, Umzug…). Das könnte das Bedürfnis nach Sicherheit sein. Neue, herausfordernde Situationen sind zumeist mit verschiedenen Unsicherheiten verbunden. Welche Sicherheit könnte helfen und was könnte ich tun, um mich (zumindest etwas) sicherer zu fühlen.

Kann ich mich beispielsweise mit der neuen Schule schon vor dem eigentlichen Start vertraut machen, eventuell schon erste Kontakte knüpfen. Oder wie kann ich mir in mir selbst einen sicheren Ort schaffen (das ist ein interessantes Thema für einen ganz eigenen Beitrag) oder es mir zu Hause, nach der Herausforderung besonders nett, behaglich und sicher zu machen. Welche Menschen kann ich kontaktieren usw.

Aber hier geht es ja (auch) um die Frage, was Glück und Mut miteinander zu tun haben.

Wenn wir uns unseren Herausforderungen stellen und sie bewältigen, dann stellen sich, sicherlich von Mensch zu Mensch verschiedene und unterschiedlich stark ausgeprägte, Gefühle ein. Sie können eine ganze Bandbreite umfassen. Von Erleichterung über Freude und Stolz bis zum Glück und vieles mehr.

Ich finde es wichtig, gerade in diesen Momenten gut in mich hinein zu spüren, um Verschiedenstes herauszufinden. Wo spüre ich etwas und mit welcher Intensität? Wie genau fühlt es sich an? Also fühlt sich beispielsweise mein Oberkörper ganz leicht und kribbelig an, als könnte ich meine Arme in die Luft reißen und jubeln? Oder sind meine Beine ganz leicht und ich könnte tanzen? Was macht mein Gesicht?

Mir ist das wichtig, um dieses Gefühl in mir verankern zu können. So kann ich es zum Beispiel erinnern und abrufen, wenn ich eine neue Herausforderung vor mir habe. Ich rufe dann das abgespeicherte Gefühl ab, hole es hervor und fokussiere mich darauf, wie ich mich nach der bewältigten Herausforderung fühlen möchte.

Das motiviert mich sehr und hilft, die Herausforderung mutig anzugehen, um danach, neben anderen motivierenden Gründen, wieder ein Glücksgefühl empfinden zu können. Die Motivationspsychologie arbeitet ja auch mit dieser Vorgehensweise und viele Sportler setzen sie vor Herausforderungen ein.

Ich lese und höre oft vom Begriff der „Komfortzone“ die verlassen werden soll und so sehr mich dieser (wie ich finde oft inflationär verwendete) Begriff manchmal nervt, so sehr trifft er, wovon ich überzeugt bin.

Um sich zu entwickeln, zu wachsen, sich auszudehnen, ist es mitunter wichtig eingetretene, allzu vertraute Pfade, eben die Komfortzone zu verlassen!

Dahinter kann das Glücksgefühl, die Entwicklung warten. Natürlich könnte ich auch enttäuscht werden, aber, wenn ich aus dieser Sorge heraus lieber garnicht agiere, stehe ich mir vielleicht in meiner Komfortzone selbst im Weg und fühle zumeist dieselben Gefühle und nehme mir selbst die Möglichkeit neue Erfahrungen zu machen.

Wo endet deine Komfortzone, in welchen Bereiche würdest du gerne neue Schritte wagen? Wohin führt dich deine innere Stimme?

Nun mich hat sie dieses mal hier hin geführt. Auch wenn ich diesen ersten Artikel noch im sicheren Bereich des „Backend“ schreibe, weiß ich doch schon, dass es nocheinmal ein sehr aufregender Moment wird, wenn ich mit und für meinen Blog den Vorhang öffne und auf die Bühne trete.

Tadaaaa!! Ich bin ich!!!

Man darf mir meine Nervosität ruhig ansehen, das finde ich nur menschlich und ich mag es bei anderen sehr, auch mal die verletzliche, vielleicht auch gerade die ängstliche Seite zu sehen.

Wie ich bereits geschrieben habe, lässt mich der Wunsch einen Blog zu starten seit langem nicht mehr los. Ich setze mich seit Monaten mit den technischen und mit den Hürden in meinem Kopf auseinander. Durch einen kompletten „Crash“ meines Laptops habe ich viel Arbeit, die ich bereits in dieses Projekt gesteckt hatte, unwiderbringlich verloren.  

Aber ich gebe nicht auf und halte mich an den Glaubenssatz „Ich erlaube mir, den Blog auf meine ganz eigene Weise zu starten“. Es war mir wichtig, mich vom Gedanken an den „perfekten Blog“ zu verabschieden. Wie zerstörerisch Perfektionismus ist, muss ich wahrscheinlich nicht erwähnen. 

Also, wer Perfektionismus sucht, ist hier nicht richtig aufgehoben. Wer aber echte, menschliche Gefühle sucht, verbunden mit einer tiefen Dankbarkeit für das Leben an sich, ist hier richtig.

Heute, als ich diesen Artikel also noch einmal neu schreiben musste, habe ich gemerkt, dass er mir hilft, meinen Mut wiederzufinden, der zugegebenermaßen zwischenzeitlich auf der Strecke zu bleiben drohte. Vielleicht hilft er dir auch, das würde mich total freuen!!!

So, der erste Schritt ist gegangen. Mal sehen, wohin die Reise führt und welche Menschen, Erfahrungen und Erkenntnisse sich auf dieser Reise zeigen werden.

Hoffentlich bis bald,

Deine Iris

 

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